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Fado

Fado ist nicht jedermanns Sache. Dieser Gesang, der sich in Lissabons Arbeitervierteln zur Jahrhundertwende entwickelt hat, hat dieselben sozialen Hintergründe, wie der Tango in den Armenvierteln von Buenos Aires. Es war der Versuch die täglichen Sorgen und Sehnsüchte in Musik zu fassen. Wenn Sie zum ersten Mal Fado hören, sind es erst einmal ungewohnte Klänge. Entweder Sie lieben oder hassen ihn. Um die Texte der Fados zu verstehen, bietet sich ein Portugiesisch-Sprachkurs an.

 

Fado (portugiesisch Schicksal) ist ein portugiesischer Musikstil der vor allem in den Städten Lissabon und Coimbra beheimatet ist. Die Lieder des Fado handeln meist von unglücklicher Liebe, sozialen Missständen, vergangenen Zeiten oder der und vor allem von der saudade, der Sehnsucht.

 

Der Fado beinhaltet unter anderem arabische Elementesowie viele verschiedene Tonhöhen und viele Molltöne. In diesen Werken wird der Schmerz ausgedrückt, der die Portugiesen miteinander verbinden soll.

 

Eine der bstenekannte Künstlerinnen des Fado war Amália Rodrigues, die noch immer als die Verkörperung des Fado gilt. Eine Verjüngung des Fados wird seit Anfang der 1990er Jahre angeführt von Mísia oder auch Mariza wie auch weiteren Interpreten.

 

Der Sänger oder die Sängerin wird in der Regel von einer normalen und einer portugiesischen Gitarre (Guitarra) begleitet, häufig tritt noch eine Viola baixa hinzu.

 

Die Instrumente werden traditionell von Männern gespielt. Während sich der Gesang in touristisch geprägten Lokalen zumeist auf einen Gesangsdarbieter beschränkt.

 

Beim Fado können in nicht-kommerziellen Fado-Zusammenkünften weitere Anwesende zu spontan an einem Fado beteiligen. Dabei trägt jeder Sänger, gefolgt von einem Zwischenapplaus, inbrünstig eine Strophe mit seinem selbst ausgedachten Text bei.

 

Auf jeden Fall sollten Sie sich auf das „Erlebnis Fado" einlassen und Sie werden (egal ob Ihnen der Gesang gefällt) einen beeindruckenden und unvergesslichen Abend verbringen.

 

Während der Darbietung herrscht Stille. Kein Ober bewegt sich; mit dem Besteck klappern und reden, selbst tuscheln, ist tabu. Wenn das Lied aber zu Ende geht und der fadista die Stimme erhebt, um inbrünstig den Refrain zu schmettern, fallen die Zuhörer (nur die Einheimischen!) in die Melodie ein und singen andächtig mit.

 

Aber auch in allen anderen Orten Portugals wird der Fado regelmäßig angeboten zum Beispiel jeden Dienstag Abend im Restaurante Cangalho (bei Lagos).

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