Sprachen
Sprachen
+49 (0) 3581 - 87 69 43 Kontakt
Ruinen von Milreu

Die Ruinen von Milreu – ein römischer Schatz im Herzen der Algarve

Die Ruinen von Milreu zählen zu den wichtigsten Hinterlassenschaften der antiken Römer in der Algarve. Heute zählt die imposante archäologische Ausgrabungsstätte zu den wichtigsten nationalen Monumenten Portugals.

Die Ruinen von Milreu - AlgarveDie römischen Ruinen von Milreu liegen direkt im Herzen der Algarve, nur rund 7 Kilometer von Faro entfernt, nahe Estói. Die Fahrt mit dem Auto dauert von Lagos ganz im Westen der Algarve etwa 1 ¼ Stunden. Wer in der Westalgarve Urlaub macht, kann die Ruinen von Milreu zum Beispiel gut mit einem Mietwagen erreichen. Es ist in Portugal kein Problem, ein Auto zu mieten. Verleihfirmen sind überall dort angesiedelt, wo sich Touristen aufhalten.

Die gesamte Anlage von Milreu ist heute als Freilichtmuseum zugänglich. Die Ruinas de Milreu sind von Dienstag bis Sonntag zwischen ca. 9:30 und 12:30 sowie 14:30 und 18 h geöffnet. Im Herbst und Winter (Oktober bis März) schließt die Anlage eine Stunde früher (17h). Die Ruinen sind montags und an Feiertagen geschlossen. Da sich die Öffnungszeiten jedoch ändern können, sollten Reisende einen aktuellen Reiseführer oder das Internet zurate ziehen sollten, um die aktuellen Öffnungszeiten und Eintrittspreise in Erfahrung zu bringen. Die gesamte Anlage ist sehr gut ausgeschildert, sodass die Buchung einer geführten Tour nicht notwendig ist.

Im Rahmen des Aufschwungs der römischen Provinz Lusitania (Portugal und Westspanien) entstanden in verschiedenen Teilen des Landes prunkvolle Wohnkomplexe. In der Ruinenanlage von Milreu ist vor allem eine luxuriöse römische Landvilla erhalten, die sich im Verlauf des dritten Jahrhunderts zu einer wohlhabenden Farm weiterentwickelte. Die Villa umfasst einen Wohnteil, einen Wirtschaftsteil samt Gesindeunterkünfte, Weinkelterei und Ölmühle sowie einen „pars fructuaria“ genannten Gebäudekomplex (diente ursprünglich der Weiterverarbeitung von Ernteprodukten), der sich um das Peristyl (eine Art Säulenhof) ausbreitete. Östlich der Villa befinden sich zwei Mausoleen.

Im 4. Jahrhundert wurde der Villenanlage ein römisches Tempelgebäude hinzugefügt. Als im sechsten Jahrhundert das Christentum die römischen Götter ablöste, wurden hier christliche Gottesdienste abgehalten. Später (ca. im 10. und 11. Jahrhundert) siedelte in Milreu wenigstens eine maurische Familie, der ehemalige römische Kultplatz diente in dieser Zeit als islamischer Gebetsplatz.

Heute sind von der ehemals prachtvollen Anlage nur noch die Grundmauern, einige Ruinen, vereinzelte Säulen und prächtige Mosaike erhalten. Trotzdem zeugen die spärlichen Überreste noch immer eindrucksvoll von dem Alltagsleben der römischen Oberschicht und lassen den Glanz des römischen Reiches erahnen. Die spätere christliche und muslimische Nutzung der Anlage versinnbildlicht die wechselvolle spanische Geschichte der Antike und des Frühmittelalters.

BildQuelle: Wikipedia.org

Copyright © 25.04.2018 portugal-westalgarve.de